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Baumpflanzaktion 2026 im Schwende Biotop


Viel los im Schwende-Biotop: Grundschüler pflanzen 24 Sträucher und Bäume

Seit vielen Jahren gibt es die Pflanzaktion im Schwende-Biotop. Das Umweltprojekt richtet sich vor allem an Mädchen und Buben der Grundschule. Was steckt dahinter?

Bei der traditionellen Pflanzaktion im Schwende-Biotop am Schleipfbachgraben in Kettershausen hatten die Dritt- und Viertklässler der örtlichen Grundschule die Gelegenheit, die Natur kennenzulernen und dabei selbst auch mal Erde in die Hand zu nehmen. Sie waren mit so viel Eifer dabei, dass bereits nach rund einer Dreiviertelstunde alle 24 Sträucher und Bäume gesetzt waren.

„Es ist immer einer unserer schönsten Ausflüge“, meinte Rektor Thomas Bschleipfer zu der Umweltaktion, die in den vergangenen Jahren schon mehrfach stattfand. Schließlich könnten dabei alle aktiv sein. Nach der Anleitung von Jagdschulinhaber Matthias Roscher gingen die Kinder ans Werk. Spaten, Eimer und Erde waren dafür hergerichtet und das Pflanzloch schon ausgehoben. Jonas, Mattis, Lukas, Alan, Leon und Noah waren in einer Gruppe und gerade beim Pflanzen ihres inzwischen dritten Strauches angelangt. Alan erklärte: In das bereits vorbereitete Pflanzloch streuen sie zunächst etwas von der lockeren Erde. Dann setzen sie den Strauch gerade hinein, füllen des Loch mit weiterer Erde auf, treten sie vorsichtig fest und gießen sie anschließend an. Früchtetragende Sträucher wie Pfaffenhütchen, Heckenrose, Liguster oder Berberitze, zudem auch Bäume wie etwa die Hainbuche wurden so von den insgesamt 39 Kindern neben dem Wildacker im Biotop eingepflanzt.

Wie aus einer ungepflegten Fläche in Kettershausen ein wertvolles Biotop wurde

Die gesamte Biotop-Fläche ist knapp drei Hektar groß. Es ist ein Bereich in der Kettershauser Schwende und eine vom Schleipfbach-Grabenwasser geformte Naturlandschaft. Der Kettershauser Revierpächter Karl Holzinger hat diese vor zehn Jahren gepachtet und in seine Obhut genommen. Die Fläche war damals ungepflegt, mit Baum- und Wildwuchs durchzogen. In der Folgezeit wurde in dem Gelände, das umgeben ist von landwirtschaftlicher Nutzfläche, gezielt Blumenwiesen und Kräuter, Sträucher, Hecken sowie Obstbäume gepflanzt. So wurde eine vegetationsreiche Pflanzenvielfalt geschaffen, in der Insekten, Wild, Vögel und Amphibien Lebensraum, Rückzugsort oder auch Nistplatz finden können.

Der trockene Sommer 2026 hat auch im Schleipfbachgraben Spuren hinterlassen

Dafür hat Holzinger immer wieder Pflanzaktionen mit Grundschülern initiiert. Dies, damit die Kinder die Natur kennen und auch schätzen lernen. Der trockene Sommer 2026 hat aber auch im Schleipfbachgraben seine Spuren hinterlassen. Aktuell führt er kein Wasser. Für zukünftige Trockenzeiten und mit der Absicht, dass sich mehr Wasservorrat ansammeln kann, wurde heuer der Teich im Biotop ausgebaut.

Mit der jüngsten Pflanzaktion war auch Matthias Roscher zufrieden. „Ihr habt es richtig gut gemacht“, lobte er die Schülerschar, die für ihren Einsatz mit Würstchen und Gulaschsuppe am Lagerfeuer belohnt wurden.

Artikel der Illertisser Zeitung vom 21.10.2026 - Zita Schmid

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