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Gänsestrich und Raubwildbejagung



Gänsestrich und Raubwildbejagung!

Bereits vor der Weihnachtszeit haben wir in unserem Jagdrevierverbund den Rehwildabschuss erledigen können. Durch den allgemeinen Rückgang der Schwarzwildbestände ist es etwas langweilig geworden in den Revieren (das ist ein Zitat eines befreundeten Revierinhabers aus der Nachbarschaft) und somit ist der jagdliche Focus aufs Rehwild, auch bei uns erfolgreicher den je!

Mich freut's erstmals als Revier Pächter, weniger Brechschäden auf Wiesen und die gelegentliche Verwüstungs-Randale in den Maisschlägen an Waldrandgebieten, haben unsere Revierjäger gut gemeistert.

Dafür ist jetzt ein neues Thema bei den Jagdgenossenschaftsversammlungen als Diskussionspunkt in den Fokus gerückt. Wildgänse Invasionen, aller Arten vermiesen den landwirtschaftlichen Betrieben die letzten Mahden durch das verkoten diverser Wiesenstreifen an den Gewässern, gerade auch in unseren Revieren.

Kettershausen/Bebenhausen ist durch das Anstauen des Günzbachs mit zwei Wehren zur Stromgewinnung, ein bevorzugtes Brutgebiet, auch invasiver Gänsearten. Große weitläufige Ufervegetationen ermöglichen ein ungestörtes Anlanden, mit beinahe unzugänglichen Nistplätzen. Die invasiven Nil- und Rostgänse gefährden zudem massiv die heimische Biodiversität unserer Wasservögel.

Was bleibt ist der jagdliche Auftrag vermehrt zum Gänsestrich zu blasen.

Unser Jagdaufseher Daniel, hat ein umfangreiches Netzwerk an interessierten Flintenjägern und schon früh in den sonntäglichen Morgenstunden ab dem gesetzlich jagdbaren Freigabeterminen, beginnt die Jägerschar mit ausgebildeten Apportierhunden und allen erdenklichen Jagdmethoden, diesen schlauen und wachsamen Gänsegeschnatter, habhaft zu werden. Letztendlich ist es nur eine Vergrämungsaktion, denn hunderte Gänse in keilförmiger Flugformation am Himmel, sind alles andere als leichte Jägersbeute!

So geht das jeden Sonntag bis Mitte Januar und dann werden nochmal alle Schützen mobilisiert um mit einem gemeinschaftlichen Sammel-Ansitz auf Raubwild, bei uns vornehmlich Füchse, das Jagdjahr abzuschließen.

Zur Vorbereitung ist das Ankirren mit Aufbruchresten der Rehwild- und Federwildbejagung notwendig. Alles Routine und eine erfolgreiche Ansitzjagd endet mit dem Strecke legen auf dem Jagdbetriebsplatz.

Das wohlverdiente Schüsseltreiben im Jägerstüble, verbindet nochmal die gesamte Jägerschar und ich bedanke mich bei allen Teilnehmern, wünsche den Schützen „Waidmannsheil“ und freue mich auf die etwas ruhigere und besinnliche Zeit bis zum Auftakt der nächsten Bockjagdsaison.

Karl Holzinger, Revierpächter Januar 2026



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